Aus Überzeugung sind wir Mitglieder im RZV und damit auch im VDH/FCI.

Wir bezeichnen uns als Hobbyzüchter. Die Zucht selbst ist uns aber ein wichtiges Anliegen und versuchen daher, sowohl die Zuchtplanung wie auch die Aufzucht möglichst optimal zu gestalten.

Das Ziel sind Hunde, die mit Ihnen alle Aufgaben des täglichen Lebens meistern.  Hunde, die Temperament und Lebensfreude ausstrahlen. Hunde, die gern aktiv sind. Und Hunde, die gern Arbeitsbereitschaft zeigen würden. Natürlich möchten wir auch gern gesunde Hunde. Denn nur gesunde Hunde können all diese Dinge auch leisten.

Wir bemühen uns auch, die von Wurf zu Wurf gewonnenen Erfahrungen an Sie zu übermitteln.

Unsere Hunde leben im Haushalt und haben einen ziemlich großen Garten zur Verfügung.

Die Welpen werden bei uns in einem Raum geboren, der der Hündin zunächst ein gewisses Maß an Ruhe und Abgeschiedenheit bietet.

Das heißt auch, dass unsere weiteren Hunde vorläufig “Zutrittsverbot” haben. Nur wenige Personen haben die ersten 2 Wochen Zugang. So kann sich die Hündin der Welpenpflege widmen.

Mit dem Öffnen der Augen und Ohren weitet sich der Aktionsradius beträchtlich. Nach der Wurfkiste wird der umgebende Raum geöffnet.Dem Bewegungsbedürfnis der Welpen entsprechend erobern sie nach und nach weitere Bereiche einschließlich Garten.

Sicherlich bieten wir unseren Welpen auch einiges an Spielzeug, um sich auszuprobieren. Wir haben aber auch festgestellt, das es nicht nur auf viele bunte Sachen ankommt, wichtig ist vielmehr, dass die Welpen Zeit und Ruhe haben, sich mit vielen Dingen eigenständig auseinander zu setzen.

Gar nicht gut ist es, die Kleinen wie künftige Hochleistungssportler von Schwierigkeit zu Schwierigkeit zu lotsen und sie dabei womöglich auch zu überfordern.

Bis zur 6. Woche übernimmt überwiegend das sympathische Nervensystem die Verarbeitung von Reizen aus der Außenwelt. D.h., die Welpen sind ziemlich robust und man kann sie mit vielfältigen Reizen konfrontieren.

Das ändert sich ab der 6. Lebenswoche. Das parasympathische Nervensystem übernimmt und die Welpen reagieren unter Umständen belasteter (ängstlich) auf Umweltreize. Das heißt, hier sollte man etwas überlegter mit Neuerungen umgehen.

Vorgenannte Hinweise verdanke ich Andreas Preckel. Ich konnte diese Verläufe daraufhin bei unserem N-Wurf nutzbringend gut nachvollziehen. Nun wurden mir persönlich auch bestimmte Erfahrungsberichte von ZüchterkollegInnen transparenter.

Übrigens:

Die Welpenprägung ist mit ca. der 12. Woche abgeschlossen. Dies möge beim Besuch von Welpengruppen/Welpenschulen beachtet werden. Bitte prüfen Sie daher den Nutzen, den Sie in Ihrer Welpenschule haben könnten.

Nach dieser Zeit würde im Rudel die Rangordnung ausgefochten!

Ab der 13., 14. Lebenswoche wechselt diese Empfindlichkeit wieder zum sympathischen Nervensystem. Das heißt, der Hund ist bereit, die Welt zu erkunden und “verträgt” Belastungen wieder besser.

Vermutlich hat man deswegen auch früher den Rat von Züchtern bekommen, den Hund erst an Haus und Hof zu gewöhnen und nicht gleich überall hin mitzunehmen. Sie sollten sich diesen Ratschlag überlegen!

Viel Spaß mit Ihrem jungen Hund!