Seit 1983 bin ich Mitglied im Rassezuchtverein für Hovawarthunde (RZV-H)

Der RZV, einer der ersten Zuchtvereine überhaupt, die bei der Zucht der Hunde das Thema Gesundheit und besonders die Problematik der Hüftdysplasie (HD) aufgegriffen und züchterisch beachtet haben, ist der 1. und größte zuchtbuchführende Verein im VDH.

Und nach wie vor können Sie als Welpeninteressent darauf vertrauen, dass sich die Züchter in diesem Verein diesen Zielen verpflichtet fühlen und auch das Wesen, die Leistungsfähigkeit und die Schönheit unserer Hunde im Blick haben.

Behauptungen wie “wir züchten HD-freie Hunde” kommen bei uns nicht vor, wohl aber die  wohl dokumentierte Aussage, dass wir mit HD-Freien Hunden züchten, und das seit dokumentierten Generationen schon. Das gibt eine große Chance darauf, dass zu dem Wurf eine optimistische Prognose gegeben werden kann, die aber selbstverständlich erst die Röntgenaufnahme eine Bestätigung bekommt – oder eben leider nicht.

Zudem hat der  RZV die meisten Mitglieder und Züchter und betreut auch die größte Zuchtpopulation. Dies ist ein ganz wesentlicher Aspekt für mich als Züchterin, den ich in Beratungsgespächen zum Ausdruck bringe. Dazu an anderer Stelle noch mehr.

Die Hovawartzucht des RZV wird durch eine umfangreiche Datensammlung in einem Zuchtprogramm gestützt. Zahlreiche Parameter werden in der sogenannten Zuchtwertschätzung vorermittelt, um die Zuchtauswahl zu erleichtern.

Der hoffnungsvolle Zuchtsprößling durchläuft beim Züchter 3, (Wurfabnahmen), für die Zucht idealerweise ebenfalls 3 Sichtungen (Nachzuchtbeurteilung-NZB, Jugendbeurteilung-JB oder alternativ zwei Zuchttauglichkeitsprüfungen-ZTP). Dazu dann die HD- und die Augenuntersuchung sowie mindestens eine Teilnahme an einer Zuchtschau.

Sie können also davon ausgehen, dass  der von Ihnen avisierte Züchter seine Hündin schon einige Male dem kritischen Sachverstand von ZuchtwarteInnen und RichterInnen unterworfen hat.  Sehr ängstliche und agressive Hunde dürften daher nur sehr wenig Chancen auf eine zuchtzulassung haben.

Die relativ große Zuchtbasis des RZV,  ermöglicht es den Züchtern, weitesgehend Inzuchtstrategien zu vermeiden. Das ist keineswegs selbstverständlich. Rüden des RZV werden zunächst nur für 5 Deckakte freigeben. Das ist eine ziemlich einmalige Bestimmung. Nur bei guter Vererbung und Sichtung der bisherigen Nachkommen wird der Rüde von Fall zu Fall erneut eingesetzt.

Die positiven Begleitumstände können, wenn Sie sich für Zucht interessieren, u.a. bei Helmut Wachtl, Hundezucht 2000, nachgelesen werden. Dort wird das Zuchtpotential der Hovawarte, des RZV´s, gewürdigt.

Die Geschichte der Hovawartzucht ist durchaus interessant. Dazu finden Sie im Archiv des RZV, Link s.o., umfangreiches Quellenmaterial.

Nebulöse Aussagen zu der vorgeblichen Historie, wie Germanenhund, Rückzüchtung auf einen solchen, passen da nicht wirklich in den korrekten Ablauf.

Ich bevorzuge die sportliche Eignung der Hunde. Die Gebrauchsfähigkeit setzt voraus, das Hunde nicht zu schwer sind (wie Berner Sennenhunde, Leonberger usw usf.) leichtführig, gelehrig und natürlich auch gesund sind. Siehe dazu auch: Gebrauchshund, eine Definition.

Den Hovawart “nur” als Familienhund – was auch sehr stressig zum Nachteil des Hundes sein kann – ist mir ein bischen wenig.